SEA-/PPC-Manager

Berufsbezeichnung

Inhalt

Ursprung und Entwicklung

Search Engine Advertising“ (kurz: „SEA“, Deutsch „Suchmaschinenwerbung“) ist eine Online-Marketing-Disziplin und wichtiger Teil der Unterdisziplin des Suchmaschinenmarketing (Englisch: „Search Engine Marketing“, kurz „SEM“). SEA setzt alle möglichen kostenpflichtigen Maßnahmen zur werbetechnischen Vermarktung von Online-Angeboten in Suchmaschinen ein. Dazu gehören vor allem bezahlte Werbeanzeigen z. B. in Google Ads, Google Shopping, Google Display Network oder Bing Advertising, die auf den jeweiligen Suchergebnisseiten oder Suchnetzwerk-Partnern erscheinen. Da die Vergütungsmodelle der entsprechenden Werbeplattformen vorwiegend nach dem Auktionsmodell und auf Basis von Klickpreisen („Pay-per-Click“, kurz PPC) basieren, existieren neben der Berufsbezeichnung des SEA-Managers auch weitere wie z. B. „PPC-Manager“, „PPC-Campaign Manager“ oder „SEA-/PPC-Manager“.

Das Berufsbild „SEA-Manager“ bzw. „Manager/in für Suchmaschinenwerbung“ entstand ab Mitte der 2000er Jahre im Zuge des damals exponentiell wachsenden Werbemarktes in Suchmaschinen, der sich mittlerweile zu einem eigenständigen Marktsegment entwickelt hat. Aktuell liegt der Umsatz im Segment „Suchmaschinenwerbung“ bei weltweit (ausgewählte Regionen) um die 115 Milliarden € pro Jahr, wobei der Trend vor allem bei Werbung im Mobile-Bereich weiter steil nach oben zeigt. (Quelle: Statista.org).

Der Schwerpunkt vieler Stellenausschreibungen im SEA-Bereich liegt unabhängig von der jeweiligen Branche meistens auf Suchmaschinenwerbung in und für Google, oft gekoppelt mit Bing. In größeren Online-Marketing- oder SEA-/PPC-Agenturen, die Suchmaschinenwerbung für verschiedene Länder und Sprachen betreiben, sind auch SEA-Spezialisten für andere Werbeplattformen z. B. der Suchmaschinen Yandex und Baidu gefragt. Da es viele weitere Werbeplattformen z. B. der sozialen Netzwerke Facebook, Twitter etc. gibt, wird manchmal in Stellenausschreibungen die Mitbetreuung von Social-Media-Werbekampagnen verlangt, allerdings in der Regel nicht als Aufgabenschwerpunkt. Die Übergänge zum Berufsbild des Social-Media-Marketing-Managers und -Advertisers sind hier fließend. Wenn SEA-/PPC-Manager auch Aufgaben im Bereich der Suchmaschinenoptimierung übernehmen, dann entspricht dies mehr dem Berufsbild des SEM-Managers.

Die Kernaufgabe des SEA-Managers liegt im Konzipieren und Schalten von Suchmaschinenwerbung, mit den Zielen, den Bekanntheitsgrad und die Reichweite von Websites und Online-Shops zu steigern und vor allem im E-Commerce-Bereich den Abverkauf von Produkten und evtl. auch Dienstleistungen zu fördern. Besonders wichtig dabei ist, dass der/die SEA-Manager/in die Budgets der Werbekampagnen möglichst effizient und gewinnbringend ausschöpft. Dies ist nur durch kluge Steuerung und laufende Betreuung der Kampagnen möglich. Da diese Aufgabe gerade bei großen Kampagnen und hohen Budgets sehr zeitaufwändig und anspruchsvoll ist, setzen viele Unternehmen immer mehr sog. Bid-Management-Systeme ein, die Gebote (Englisch „Bids“) in Echtzeit überwachen, gegebenenfalls anpassen und automatisch an die jeweiligen Werbeplattformen wie z. B. Google Ads übertragen. SEA-/PPC-Manager arbeiten deshalb immer häufiger mit Bid-Management-Software und sollten zumindest über Grundwissen zu Bid-Strategien verfügen.

Besonders im Startup-Umfeld und bei Firmen-Neugründungen zählt auch die Markenbildung („Brand-Awareness“-Kampagnen), Bekanntheitssteigerung von Marken und Produkten dazu. Bei Kampagnen für etablierte Unternehmen nicht selten auch die Wettbewerbsverdrängung, in dem z. B. durch hohe Gebote begehrte Werbeplätze teuer erkauft und für Wettbewerber unerschwinglich gemacht werden. Die Erfolgskontrolle der SEA-Kampagnen und das Reporting ist ebenfalls zentrale Aufgabe, da SEA-Kampagnen in ganz besonderem Maße ergebnis- und performance-orientiert durchgeführt werden und sich an der Zielerreichung (z. B. Leadgenerierung) und am Return-on-Investment messen lassen müssen.

Gebrauch

SEA-Manager/in bzw. Manager/in für Suchmaschinenwerbung und ähnliche Berufsbezeichnungen wie z. B. „PPC-Manager“ etc. sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Damit kann der Begriff von jeder Person legal als Berufsbezeichnung geführt werden und kommt z.B. auch häufig in Stellenanzeigen vor. International ist die Berufsbezeichnung PPC-Manager gebräuchlicher, gefolgt von „PPC Campaign Manager“ und „SEA-Manager“.

Wer den Begriff jedoch im Berufsleben (z.B. bei Bewerbungen oder Vertragsabschlüssen) verwendet, ohne über eine entsprechende Qualifikation zu verfügen, verstößt u.U. gegen bestimmte Gesetze, in Deutschland z.B. gegen das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG) im Sinne einer irreführenden Werbung. Unter bestimmten Umständen kann die Verwendung der Berufsbezeichnung „SEA-Manager“ auch den Straftatbestand des Betrugs (in Deutschland gem. § 263 StGB) erfüllen, z.B. in Form von Anstellungsbetrug.

Arbeits- und Tätigkeitsfelder

SEA-/PPC-Manager bzw. Manager für Suchmaschinenwerbung arbeiten heutzutage in allen Unternehmensformen, z. B. für das eigene Geschäftsfeld des Unternehmens (Inhouse) oder für Kunden im Agenturumfeld. Besonders viele Stellenausschreibungen gibt es im E-Commerce-Bereich von Onlineshops und bei Online-Marketing-Agenturen mit Schwerpunkt SEA/PPC. Unabhängig vom Unternehmenstyp müssen SEA-/PPC-Manager immer Nachfrage-, Keyword- und Wettbewerb-Recherchen in Suchmaschinenmärkten durchführen, mit besonderem Augenmerk auf den durchschnittlichen Gebotspreisen, der Wettbewerbssituation und der potenziellen Rentabilität von Keywords für Werbekampagnen. Gleichzeitig müssen sie aber auch überprüfen, ob die Zielseiten (Landingpages) für Werbekampagnen überhaupt geeignet sind und gegebenenfalls entsprechende Anforderungen definieren und Optimierungsmaßnahmen vorschlagen. Zu den Hauptaufgaben gehört meistens, für mehr Abverkauf von Produkten, mehr Besucher zu Websites und mehr Anfragen von Kunden zu sorgen.

Da im Agenturbereich die Kundenbeziehung und das Kundengeschäft im Mittelpunkt stehen, sind in diesem Umfeld SEA-/PPC-Manager immer auch sog. Account Manager. Das bedeutet dann nicht nur, dass ein SEA-Manager die Kunden professionell betreut (Stichwort „Kundenpflege“), sondern auch über solide Kenntnisse im Projektmanagement verfügen sollte. Denn oft müssen zuerst mit Optimierungsprojekten die Voraussetzungen auf den Landingpages dafür geschaffen werden, damit SEA-Kampagnen erfolgreich sein können. Zusätzlich sind regelmäßig Angebote z. B. für neue Kunden oder Kampagnen und Berichte zu erstellen.

Je nach Anzahl und Größe der Kunden-Unternehmen tragen SEA-/PPC-Manager als Account Manager hohe Verantwortung. Einsteiger bzw. Berufsanfänger werden an das Account Management herangeführt und betreuen zunächst kleinere Kunden, sie erhalten dann z. B. den Jobtitel „Junior SEA-Manager“. Mit den Jahren wird ihnen aufgrund der größeren Erfahrung und bei entsprechender Eignung größere Verantwortung für wichtigere Kunden sowie höhere Budgets übertragen: Sie steigen dann z. B. zum „Senior SEA-Manager“ auf. Nicht selten werden in diesem Kontext auch Jobtitel wie z. B. „Senior SEA-Account-Manager“ verwendet. Manchmal übernehmen sie sogar die Rolle eines Key Account Managers, weil sie sich auf einen einzigen Großkunden fokussieren und das SEA-Geschäft mit ihm weiter ausbauen sollen. In beiden Fällen liegt der Schwerpunkt neben SEA vor allem auf dem Management der Kundenbeziehung und der Vertriebsunterstützung z. B. durch Upselling.

Im Inhouse-Bereich steht das Account Management nicht im Mittelpunkt der Tätigkeit und des Berufsbildes. Die SEA-Kampagnen werden hier vorwiegend für das Unternehmen selbst geschaltet, gelegentlich auch für Partner-Websites oder -Shops. Hier stehen die Ziele des eigenen Unternehmens bzw. Arbeitsgebers im Fokus: Die Arbeitsleistung des SEA-Managers und dessen Werbekampagnen wird daran gemessen, wie gut es ihm bzw. ihr gelingt, diese Ziele mit Werbekampagnen zu erreichen, gleichzeitig entsprechende Budgetvorgaben einzuhalten und Budgets effizient zu nutzen.

Die Tätigkeitsschwerpunkte variieren je nach Unternehmensgröße und -ausrichtung sehr. Besonders häufig werden folgende Kernaufgaben beschrieben:

Suchmaschinenwerbung allgemein

  • Durchführung von Keywordrecherchen, Suchmaschinenmarkt-Analysen in Bezug auf Nachfrage, Wettbewerb und Mindestgebotspreise vorrangig für Google und häufig auch Bing. Einbeziehung regionaler Unterschiede und Gerätenutzung (Desktop, Tablet, Smartphone)
  • Entwicklung von Werbestrategien, z. B. zur Reichweiten- und Bekanntheitssteigerung oder Kundengewinnung inkl. Budgetkalkulationen und -Prognosen. Dabei Berücksichtigung der Branchen-Besonderheiten des Unternehmens bzw. Kunden
  • Gegebenenfalls Entwicklung von Konzepten für SEA-Landingpages, -Microsites und -Specials z. B. um Produkte, Dienstleistungen oder Events gezielt und effizient bewerben zu können.

Planung und Umsetzung

  • Setup, Steuerung, Optimierung und Monitoring von Google-Ads-, Google-Shopping-, Google-Display-Netzwerk- und Bing-Ads-Kampagnen. U. U. auch Einsatz von Retargeting- und Remarketing-Maßnahmen. Der Schwerpunkt kann hier rein auf dem operativen Aspekt der Tätigkeit im Bereich Kampagnenmanagement und dem professionellen Umgang mit entsprechenden Tools (Google Ads Oberfläche, Google Ads Editor, Google Ads Keyword Planer, Bing Advertising Tool etc.) liegen, aber auch zusätzlich administrative Tätigkeiten wie z. B. Kostenabrechnungen, Account Management und den Umgang mit Bid-Management-Software umfassen.
  • Pflege, Ausbau und Optimierung von Kampagnenstrukturen hinsichtlich Keywords, Klick- und Konversionsraten, Gebote (Bid-Management, Bid-Strategien), Anzeigentexte, Anzeigenerweiterungen und Landingpages
  • Setup und Konfiguration von Conversiontracking in Google Ads, Bing Advertising (Bing Bat) inkl. Koordination und Überprüfung der technischen Integration entsprechender Trackingcodes in die jeweiligen Landingpages bzw. Zielseiten von Kampagnen
  • Überprüfung der Verwendbarkeit von recherchierten Keywords im Hinblick auf evtl. bestehenden Markenschutz und andere werberechtliche Aspekte.
  • Besonders im Agenturumfeld: Angebotserstellung inkl. Aufwandsschätzungen für das Kampagnen-Setup sowie für Mindestbudgets, Durchführung von Präsentationen und Workshops

Datenanalyse und Wirksamkeitsmessung / Monitoring und Reporting

  • Kosten- und Performanceoptimierung von SEA-/PPC-Kampagnen auf Basis definierter Key Performance Indicators (KPIs), Ziel- und Budgetvorgaben.
  • Ad-Tracking: Auswertung von Abschluss-, Absprung und Konversionsraten sowie sonstigen kampagnenbezogenen KPIs z. B. auf Basis der Berichte und Kampagnendaten von Google Ads sowie Webanalysedaten von Google Analytics oder anderen Web-Analytics-Tools
  • Regelmäßiges Monitoring und Reporting der Kampagnenperformance und Präsentation/Kommunikation an Vorgesetzte und/oder Kunden (Account Management)
  • Verfolgen von Trends im Bereich Suchmaschinenwerbung inklusive der Evaluierung neuer Werbeformate, Targeting-Optionen, Funktionalitäten von Advertising-Plattformen und Ad-Features.
  • Aufbereitung und Präsentation von Kampagnen-Ergebnissen sowie Berichterstellung z. B. mit Microsoft Powerpoint, Microsoft Excel oder anderen Tools
  • Übernahme von Budgetverantwortung (grundlegende BWL-Kenntnisse sind notwendig)

Es kann je nach Gewichtung im Einzelfall, zu größeren Abweichungen von dieser beispielhaften Aufzählung kommen.

Kompetenzen

SEA- bzw. PPC-Manager müssen sich besonders gut mit den Möglichkeiten der Online-Werbung generell und natürlich besonders des Search Engine Advertisings auskennen. Dazu gehören nicht nur sehr gute Kenntnisse der entsprechenden Plattformen und Tools, sondern auch Erfahrungen in der Kampagnensteuerung in möglichst vielen Geschäftsfeldern (B2C, B2B). Sie müssen ein Gespür für das Verfassen von zielgruppengerechten Anzeigentexten, sowie der Auswahl und dem Einsatz von Anzeigenformaten und -Erweiterungen haben. Sie sind in der Lage, Werbestrategien der jeweiligen Branche und Konkurrenz zu ermitteln und finden Wege, trotz der zum Teil komplizierten und hart umkämpften Situation in Suchmaschinenmärkten, Kampagnen zum Erfolg zu führen.

Sie verfügen über ein tiefgehendes Verständnis der Zusammenhänge und Entwicklungen im Internet und sind in Bezug auf Trends im Bereich Suchmaschinenwerbung stets auf dem Laufenden. Da heutzutage in Stellenausschreibungen und im SEA-Alltag immer mehr „Über-den-Tellerand“-Wissen gefragt ist, kennen sie auch andere Werbenetzwerke wie z. B. Facebook Ads und Twitter Ads und können diese bei Bedarf als Erweiterung der SEA-Strategie einsetzen. Idealerweise bringen sie auch Know-how in anderen Online-Marketing-Disziplinen wie z. B. SEO, Usability, Social Media Marketing, Content Marketing und vor allem auch Mobile Marketing mit.

Darüber hinaus sind gute Kenntnisse in der Webanalyse besonders wichtig: Häufig werden gründliche Kenntnisse von Google Analytics verlangt, immer öfter auch im Zusammenhang mit der Steuerung über den Google Tag Manager. Aber auch Erfahrung mit Bid-Management-Software und Bid-Management allgemein sind vor allem im Agenturumfeld oft gewünscht.

Als fachliche Kernkompetenzen sind die generelle Fähigkeiten zu nennen, komplexe Keywordrecherchen durchzuführen, Kampagnen effizient auszusteuern und SEA-Leistungsberichte auszuwerten .

  • Kenntnisse anderer Marketing-Kanäle: nicht nur für Online Marketing Manager, sondern auch für SEA-Manager ist es wichtig, dass sie ein solides Marketing-Grundwissen z. B. im Hinblick auf Verkaufspsychologie mitbringen und den Stellenwert der Suchmaschinenwerbung innerhalb der gesamten Marketing-Strategie des Unternehmens bestimmen können.
  • Soft Skills: Besonders im Agenturgeschäft sind SEA-/PPC-Manager (wie übrigens auch SEM- und SEO-Manager) Schnittstelle zum Kunden und/oder arbeiten mit internen oder externen Entwickler-, Kreativteams und anderen Online-Marketing-Experten z. B. im Bereich Affiliate eng zusammen. Die Kommunikation nach innen und/oder außen ist dann ein Kernelement ihrer Tätigkeit. Sie müssen also hohe soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick und sehr gute kommunikative Fähigkeiten bis hin zu Mehrsprachigkeit auf allen Kanälen mitbringen.
  • Lebenslanges Lernen, autodidaktische Fähigkeiten: Die Technologien und Rahmenbedingungen im Internet und ganz besonders im Bereich Suchmaschinenwerbung verändern sich laufend. Immer wieder kommt es zur Einführung neuer Werbeformate und Steuerungsmöglichkeiten (Targeting) von Kampagnen. SEA-Manager müssen frühzeitig erkennen und einschätzen, inwiefern diese für die Kampagnen relevant sind und evtl. gewinnbringend eingesetzt werden können.
  • Belastbarkeit, Flexibilität und Geduld: Da SEA-Manager oft unter einem hohen Zeit- und auch Erfolgsdruck arbeiten und eine hohe Budget-Verantwortung tragen, sollten sie belastbar sein, sich auch in hektischem Umfeld (Großraumbüros) konzentrieren können und sich im Arbeitsalltag gut organisieren. Da sich die Leistung von SEA- bzw. PPC-Kampagnen aufgrund von kurzfristigen Änderungen in der Nachfrage und dem Biet-Verhalten von Wettbewerbern oft schnell verschlechtern können, müssen sie schnell reagieren (z. B. Anzeigen pausieren, Gebote anpassen etc.). Sie dürfen sich aber durch solche Effekte, die durchaus zu erhöhtem Arbeitseinsatz führen können, nicht aus der Ruhe bringen lassen.
  • Kommunikationsfähigkeit und Überzeugungstalent: Angesichts der hohen Anzeigenpreise ist immer damit zu rechnen, dass von Seiten der Vorgesetzten oder Kunden die Leistung von Kampagnen in Frage gestellt oder kritisiert wird. SEA-Manager müssen dies einerseits aushalten können und benötigen im Umgang mit diesen Personengruppen viel diplomatisches Geschick, um sie von den eigenen Kampagnenstrategien oder der Notwendigkeit einer Erhöhung der Kampagnenbudgets zu überzeugen.
  • Sprachen: Neben möglichst perfektem Deutsch sind Englischkenntnisse vor allem im Agenturbereich sowie bei mehrsprachigen Websites und Unternehmen elementar wichtig. Aus diesem Grund werden sie fast immer in Stellenausschreibungen gefordert. Oft wird von SEA-Managern, deren Muttersprache Deutsch ist, gefordert, dass sie auch in der Lage sind, Anzeigentexte in einwandfreiem Englisch zu verfassen und unter Umständen diese auch in beide Sprachrichtungen übersetzen können.
  • PC-Anwendungsprogramme: Manager für Suchmaschinenwerbung sollten über gute Kenntnisse in den gängigen Office-Programmen (Textverarbeitung, Präsentation) verfügen. Wegen des regelmäßigen Umgangs mit Daten und Zahlen sollten SEA-Manager über sehr gute Excel-Kenntnisse verfügen und z. B. das Arbeiten mit Formeln, S-Verweisen und Pivot-Tabellen beherrschen.

Voraussetzungen

Personen, die eine Ausbildung zum SEA-Manager bzw. Manager für Suchmaschinenwerbung anstreben, sollten folgende Voraussetzungen mitbringen:

Schulische Voraussetzungen

Hochschulreife, Fachhochschulreife oder ein mittlerer Bildungsabschluss.

PC-Kenntnisse

Die Interessenten sollten mehrjährige Erfahrung mit PCs und Smartphones haben und mit mindestens einem Betriebssystem (z. B. Windows oder Mac OS X) sowie den Standard-Office-Anwendungen (Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentation) mitbringen. Bei entsprechenden Wissenslücken empfehlen wir, diese vor oder parallel zu einer Aus- oder Weiterbildung zum SEA-Manager zu schließen. Dies verbessert auch die Aussichten bei der späteren Stellensuche.

Internet-Anwenderkenntnisse

Die Tätigkeit setzt ganz allgemein eine hohe Affinität zum Medium Internet und besonders zum Thema Online-Werbung voraus, Interessenten sollten sich also sicher und mit Selbstverständlichkeit im Netz bewegen und die wichtigsten Werbeformen und Werbeplattformen gut kennen.

Kommunikative und soziale Kompetenz

Kommunikation in all ihren Ausprägungen und häufig auch Teamfähigkeit steht im Zentrum der Tätigkeit als SEA-Manager. Hierzu gehört auch die Leidenschaft für das Suchmaschinenwerbung und die Fähigkeit, die teilweise komplizierten Sachverhalte und Anforderungen von SEA auch für Laien nachvollziehbar und überzeugend zu vermitteln.

Sprachkenntnisse

Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift, möglichst verhandlungssicher. Weitere Sprachkenntnisse sind häufig in Stellenausschreibungen ausdrücklich erwünscht.

Aus- und Weiterbildung

Eine einschlägige Ausbildung im Bereich Marketing oder ein BWL-, Marketing- oder Wirtschaftsinformatik-Studium ist oft der Einstieg in das Tätigkeitsfeld eines SEA-Managers. Die spezifischen Kenntnisse in den Bereichen Internet und Suchmaschinen werden in der Regel durch Weiterbildungen erworben; eine speziell auf diese Tätigkeit zugeschnittene staatlich geregelte Ausbildung gibt es nicht.

Private Institute und Bildungszentren bieten eine Vielzahl von Kursen, Seminaren und Lehrgängen für SEA-Manager an, allerdings häufig ausschließlich auf eine Werbeplattform wie z. B. Google Ads fokussiert. Die Spannweite reicht von Kursen von nur wenigen Tagen („Crashkurse“) mit sehr eingegrenztem Themenspektrum, die vor allem als Zusatzqualifikation für Werbefachleute gedacht sind, bis hin zu mehrwöchigen Vollzeit-Kursen. Interessenten können zwischen Präsenzveranstaltungen, Fern- und Onlinekursen wählen. Auch die Suchanbieter wie z. B. Google bieten eigene Zertifizierungsprogramme im SEA-Bereich an, welche allerdings neben wichtigem SEA-Allgemeinwissen hauptsächlich auf den richtigen Einsatz ihrer eigenen Werbeplattformen eingeschränkt sind.

Webmasters Europe e.V. bietet im SEA-Bereich eine umfangreiche Weiterbildung zum SEM-Manager inklusive Zertifizierung an, die auch das Fachgebiet SEA beinhaltet:

Der staatlich zugelassene Fernlehrgang SEM-Manager und Web-Analyst mit Abschluss „Certified SEM Manager and Web Analyst“ führt gründlich und auf aktuellstem Stand in die drei Disziplinen SEO, SEA und Webanalyse ein. Die Weiterbildung vermittelt neben Spezialwissen zum Suchmaschinenmarketing auch solides Praxiswissen in der Webanalyse und der Anwendung von Google Analytics und Google Tag Manager.

Beispiele für Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierepfade

Typische Karrierepfade gehen in Richtung Teamleitung, denn SEA wird vor allem im Agenturumfeld in größeren teams durchgeführt. Jobbezeichnungen für die SEA-Teamleitung sind dann häufig „Teamlead SEA-/PPC“ oder „SEA-Teamleiter/in“. Diese Position umfasst in der Regel hauptsächlich die fachliche und projektbezogene Leitung des SEA-Teams, nicht die disziplinarische. Wenn das Account-Management im Vordergrund steht, werden Leitungsfunktionen dann oft mit "Teamlead Account-Management" oder "Leiter/in des (SEA-) Account-Management" betitelt.

Der Weg von der Teamleitung zur Leitung einer ganzen SEA-Abteilung ist oft nicht weit: beim "Head of SEA" oder "Head of Account-Management (SEA)" kommt neben der Teamleitung auch die disziplinarische Personalführung hinzu, in der Regel allerdings keine Prokura hat. SEA-Abteilungsleiter/innen findet man meistens nur bei großen Agenturen im Online-Marketing-Bereich.

Eine andere Entwicklungsmöglichkeit für SEA-Manager besteht darin, sich auf das SEA-/PPC-Advertising für eine bestimmte Region und Sprache und der in dem jeweiligen Land führenden Advertising-Plattform zu spezialiseren oder ein Experte für z. B. Retargeting und/oder Remarketing zu werden.

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